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Survival Hygiene: Reinigungsmittel aus der Natur

Beim längeren Leben und Überleben in der Natur wird Hygiene für Deine Gesundheit zum Thema werden. Wie Du Draußen Reinigungsmittel wie Seife und Co. aus natürlichen Materialien improvisieren kannst lernst Du in diesem Survival-Blog Beitrag inkl. Video.

Wenn wir Dinge in und aus der Natur improvisieren wollen, dann sind es zu meist Pflanzen die uns als Rohstoff zur Verfügung stellen. Vor 150 Jahren sind über 90% der Gebrauchsgegenstände aus pflanzlichen Material produziert worden. Was heute Plastik und andere Kunststoffe aus der Chemiefabrik sind waren früher Pflanzen. Das soll nun nicht heißen, dass chemische Kunstmittel bei der Desinfektion und Hygiene schlecht wären. Nein, ich mag an dieser Stelle gar nicht werten und bewerten. Viel wichtiger ist beim Survival Möglichkeiten and der Hand zu haben bei guter Gesundheit und somit am Leben zu bleiben.

Wenn Du Seife, Wasseraufbereitungstabletten und andere moderne Reinigungsmittel bei der Hand hast, dann wirst Du diese auch einsetzen. Aber was ist, wenn Dir keine Mittel aus der Zivilisation zur Verfügung stehen? Was wenn Du nur aus dem Supermarkt der Natur das passende “Produkt” holen kannst? Dann braucht es ein wenig Wissen über Botanik. In diesem Video bekommst Du einen Überblick für 4 wichtige Ressourcen zum Reinigen:

  • Saponine und andere Seifenstoffe
  • Gerbstoffe
  • ätherische Öle
  • Hitze und UV

Saponine und deren Einsatz

Saponine sind pflanzliche Sekundärstoffe. Also zu gut Deutsch Stoffe die von bestimmten Pflanzen produziert und eingelagert werden. Saponine ist solch eine Stoffgruppe. Und ich bin mir sicher, dass Du Pflanzen kennst die Saponine enthalten. Zum Beispiel die Rosskastanie. Aber auch Efeu, Seifenkraut und viele andere krautige Pflanzen und Bäume können verwendet werden.

Die Idee ist einfach. Die Wurzel, Nüsse oder andere saponinreiche Pflanzenteile zerkleinern und dann mit Wasser vermischen. Das war es auch schon – fertig ist die Seifenlauge. Früher wurde zum Beispiel mit den Wurzeln des Seifenkrautes (Saponaria officialis) als Lauge zum Waschen von Kleidung verwendet.

Warum ist Seife überhaupt bei der Hygiene wichtig? Einfach weil sie Keime zerstört. Besonders Viren mögen Seifenstoffe gar nicht. Schlecht für die Keime, gut für uns.

Gerbstoffe

Gerbstoffe wie sie in vielen Pflanzen vorkommen werden in der Pflanzenheilkunde seit der Antike eingesetzt. Bei Entzündungen der menschlichen Schleimhäute sind Gerbstoffe mitunter angesagt. Gerbstoffe zum Beispiel in Eichen vor. Mit einer wässrigen Lösung kannst Du Keime reduzieren. Da Gerbstoffe dunkle und braune Flecken hinterlässt ist der Einsatz mit Bedacht zu wählen. Besonders Kleidung würde ich mit Gerbstoffen nicht reinigen wollen. Außer Du willst färben 🙂

Ätherische Öle

Die Nadeln von Kiefern und anderen Nadelbäumen sind die Klassiker wenn es um ätherische Öle in der Outdoor Szene geht. Du kennst wahrscheinlich Kiefernnadeln-Tee. Das Arome ist einzigartig und entsteht durch das freiwerden von ätherischen Ölen. Diese Stoffegruppe ist ein Zellgift. Also Keimzellen werden direkt angegriffen und zerstört. Was ja ganz im Sinne der Hygiene ist. Leider sind ätherische Öle nicht besonders wasserlöslich. Dennoch kannst Du beispielsweise Kiefernnadeln in Wasser kochen und dann damit Deine Hände und Kleidung waschen. Besser als Nichts ist es alle Mal. Auf diese Praxis bin ich in einem Buch gestossen. Der Autor ist 1 Jahr in der Wildnis Nordamerikas mit primitiven Mitteln unterwegs gewesen. Die Gruppe hat diese Methode verwendet um behelfsmäßig zu desinfizieren.

Sonne, Hitze und Co.

Sonnenlicht besteht aus UV Strahlung. Das UV Keime reduziert und hemmt ist ja bekannt. Daher ist das Lüften und Sonnen Deiner Kleidung und Hotspots am Körper eine gute Idee.

Aber auch Feuer ist ein wichtiges Mittel der behelfsmäßigen Entkeimung. Im oben angeführten Video zeige ich kurz eine Praxis Hände am Lagerfeuer zu “entkeimen”.  Eine kleine aber einfache Möglichkeit.
Auch Rauch ist eine Möglichkeit. Viele Parasiten und sogenanntes Ungeziefer ist auf Rauch allergisch was auch die Räucherungen in alter Zeit besser erklärbar machen. Deine Kleidung und Hotspots kannst und sollst Du immer wieder ausräuchern.

Survival Tipp: Immer kombinieren!

Jede Methode hat Vor- und Nachteile. Stärken und Schwächen. Manche Keime mögen ätherische Öle nicht und Andere werden von Gerbstoffen zersetzt. Wenn Du nun Saponine, Gerbstoffe und ätherische Öle verbindest ist das Wirkungsspektrum größer. Gepaart mit Hitze, Rauch und UV nützt so gut wie alle Möglichkeiten, die Dir draußen zur Auswahl stehen.

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