Krisenvorbereitung & Urban Survival

Selbstversorgung: Bekämpfung des japanischen Staudenknöterich

Der japanische Staudenknöterich ist wirklich ein Unkraut und ein Unangenehmes noch dazu. Das Kraut wird als invasiver Neophyt bezeichnet, also ein nich heimische Pflanze, die sich sehr rasch ausbreitet und schwer bekämpft werden kann.

Verwendung des japanischen Staudenknöterich als Wildkraut und Heilpflanze
Gutes kann man dem Staudenknöterich nur abgewinnen, dass er eine Bienenweide ist und das auch noch im Herbst.
Auch sind die Triebe des Staudenknöterich essbar und können gekocht als Beilage verwendet werden. Jedoch sollten Stillende und Schwangere den Knöterich nicht einsetzen.
Ebenso wird der Staudenknöterich als Heilpflanze bei Rheuma, Herz- und Gefäßkrankheiten eingesetzt.

Doch seine rasante Ausbreitung und Widerstandskraft sind für die Bekämpfung ein echtes Problem.

Kurzer Steckbrief des Staudenknöterich (Fallopia japonica)
Verbreitung:
schnelle Ausbreitung über starke Rhizome – wenig Feinwurzeln , unterirdisch wachsende Sprosse undRhizomverfrachtungen (Hochwasser, Aushub, Gartenabfälle); problematisch für Hangstabilität und Uferstabilität
Blütezeit: August – Oktober
Blätter: Wechselständig – kurz gestielt – Eiförmige Form –  ausgeprägte Spitze  – glatter Blattrand – 5 bis 25 cm Länge – 10 cm Breite
Blüten: Zweihausige Blüten – getrenntgeschlechtlich – 5 weiße Blütenblätter

Bekämpfung des Staudenknöterich:

• Ausgraben – kleine Bestände tief ausbaggern und sorgfältig kompostieren – Doch auch das bringt keine Sicherheit, dass dann Schluss mit den Angriffen des Staudenknöterichs sind.

• heißer Dampf – Die betroffenen Stellen werden mit heißem Dampf bearbeitet. Durch die Dampfeinwirkung sollen die Wurzeln getötet werden. Nachteil dieser Methode ist aber, dass auch alle nützlichen Bodenlebenwesen getötet werden und nicht sicher ist, dass das komplexe und bis zu 2 Meter tiefe Wurzelsystem des Staudenknöterichs wirklich nachhaltig zerstört wird. Daher ist Dampf als Bekämpfung für mich kein Thema.

• Bekämpfung durch Schwächung :

kontinuierliche mehrmalige Mahd (mind. 6x) bzw. schlägeln, Mähgut entfernen um der Pflanze die Photosynthese zu vermiesen

– Entwicklung anderer Hochstauden bzw. Grasnarbe fördern

– Beweidung durch Schafe und Ziegen

ACHTUNG: Entfernte Pflanzenteile nicht deponieren, sondern maximal in Profianlagen kompostieren, Pflanze treibt aus Rhizomen oder Teilen des Stängels wieder neu aus!

Eventuell könnte man einzelne befallene Bereich des Gartens nach dem Abschneiden oder Ausgraben mit einer lichtundurchlässigen Folie abdecken (1 jahr lang liegen lassen), aber auch das ist keine Garantie. Vermutlich umgehen die unterirdischen Ausläufer die Folie und treten an anderen Stellen zu Tage.

Wie gesagt die Bekämpfung ist extrem schwierig. Am wichtigsten ist auf jeden Fall das ständige Abschneiden sobald man Neuwuchs erkennt. Auch wenn es nicht sofort zum Erfolg führt, langfristig gesehen schwächt man die Pflanze schon. Ein schwacher Trost  aber Irgendwann sind auch die größten Nährstoffreserven am Ende. Ohne Blätter kann der Staudenknöterich keine Sonnenergie aufnehmen um diese dann in späterer Folge in Reserven umzuwandeln.

Weitere Informationen zum japanischen Staudenknöterich als essbare Pflanze oder pflanzliche Notnahrung finden Sie auf Japanischer Staudenknöterich als Notnahrung

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