Beschreibung
Die „Oma-Listen gesamt“ sind weit mehr als eine gewöhnliche Sammlung von Vorräten. Sie verbinden persönliche Erinnerungen, historische Erfahrungen und praktische Krisenvorsorge zu einer umfangreichen Übersicht. Grundlage der Listen sind jene Lebensmittel und Gegenstände, die Reini Rossmanns Großmutter in besonders großen Mengen in ihrer Wohnung aufbewahrt hatte. Sie erlebte als Kind den Ersten Weltkrieg und später als Mutter eines Babys den Zweiten Weltkrieg. Diese Erfahrungen prägten offenbar ihren Umgang mit Lebensmitteln, Haushaltswaren und wichtigen Alltagsgegenständen. Reini Rossmann bezeichnet diese Haltung als eine Art „konstruktive Paranoia“ früherer Generationen. Gemeint ist damit nicht blinde Angst, sondern ein vorausschauendes Denken: Dinge werden eingelagert, solange sie verfügbar und günstig sind, damit man in schwierigen Zeiten nicht vollständig von einer funktionierenden Versorgung abhängig ist.


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